Samstag, 26. September 2009

Road Trip

Da wir in Ontario leider die Erfahrung machen mussten, dass man dort ohne einen Führerschein aus Ontario keinerlei Versicherung bekommt oder nur so teure, die sich kein normaler Mensch leisten kann. Und da dort gestreikt wird, war auch kein Führerschein in Aussicht! Darum entschlossen wir uns, nach sehr netter Hilfe in einem Service Center von Owen Sound, auf den Weg ganz in den Osten nach Halifax zu machen. Da sollten wir dann auch eine Versicherung mit internationalem Führerschein bekommen, zumindest sagte dies ein netter Herr am Telefon.

Nun ging also unser Road Trip los. Dieser führte uns über Montreal, die Hauptstadt Quebecs, welche mit unter die schlechtesten Straßen auf Autobahnen hat. Gefolgt von Nova Scotia und Ontario. New Brunswick war das einzige Bundesland mit guten Straßen!
Da es schon später geworden war, fuhren wir auf unseren Campingplatz zum übernachten. Am nächsten Morgen machten wir uns weiter Richtung Halifax auf. Leider wurden die Straßen immer schlimmer. So was haben selbst die Italiener nicht einmal, obwohl dort die Straßen auch unter aller Sau sind! Aber auch diese Straßen konnten unsere Reise nicht aufhalten. Am Abend erreichten wir Fredericton. Erschöpft suchten wir nach unserem Campingplatz, der aber irgendwie gar nicht dort war, als es uns google angezeigt hatte. So fuhren wir etwas planlos durch die Gegend und fanden schließlich auch einen Campingplatz, auf dem wir uns erholen konnten. Etwas erholt ging es nun auf den Endspurt Richtung Halifax, welches wir dann auch nach 5 Stunden Fahrt erreichten.
Für den ersten Abend suchten wir uns, wie auch die letzen 2 Tage, einen Campingplatz zum übernachten. Dank Informationscenter, eine sehr gute Erfindung hier in Kanada, fanden wir auch sehr schnell einen. Nachdem wir angekommen waren gingen wir noch ein paar Sachen einkaufen und machten uns schließlich daran eine Wohnung bzw. ein Zimmer zu finden. Stellte sich dann doch etwas schwieriger raus als gedacht! Genau so ging es uns auch mit der Arbeitssuche, welche wir heute immer noch suchen! Nach 2 Tagen fanden wir eine Anzeige auf Kijiji, die wir auch sofort angerufen haben. Und tatsächlich, wir hatten ein Zimmer. Nicht all zu groß aber genug Platz für uns beide.


Hier die Kontaktanzeigen:

Auf Deutsch übersetzt, da sicher ein paar nicht so ganz der englischen Sprache mächtig sind:

Raum zu mieten in meinem privaten Zuhause für 500 CAD

Alles inklusive in meinem privaten Zuhause

Verfügbar am 1.Oktober. Miete von Monat zu Monat. Sehr sauberes, ruhiges Zuhause. In der Nähe von Drogeriemarkt, Wal-Mart, Sobeys und der Bushaltestelle. Alle Nebenkosten inklusive. Suche einen sehr ruhigen Studenten!


Immerhin konnte es ja nach so einer Anzeige nicht dreckig sein! OK wir nahmen das Zimmer nachdem wir es angeschaut hatten. Nur was ein wenig komisch war, war unsere Vermieterin. Diese wollte sofort das Geld haben und nahm uns mit ihrem BMW Jeep mit zur Bank. Als Matze dann das Geld aus der Bank holte fragte sie Steffi mindestens 3x ob wir auch beide „Clean“, was so viel heißt wie Sauber, nehmen keine Drogen, Alkohol usw., bedeutete. Klar sind wir das! Was glaubt die denn, dass wir ihr gleich auf die Nase binden, dass wir jeden Abend Party machen und uns voll dröhnen. :-P Nun hatten wir also unser Zimmer zumindest für 1 Monat. Jetzt sind wir auf der Suche nach Arbeit und erkunden Halifax. Noch zum Schluss ein paar gute Neuigkeiten! Wir haben nun eine Versicherung und auch Nummerschilder. Nun kann es losgehen! :-D

Sonntag, 20. September 2009

Auf zum Zipfel

Nach ca 1,5h erreichten wir unser Ziel, die Niagara Fälle. Für jeden der Kanada besuchen möchte: Sucht euch schönere Ziele aus, da es nur Wasser ist, welches den Berg runter fließt. Und dafür muss man sogar noch 20 CAD oder 18 USD Parkgebühren bezahlen. Auf Postkarten sehen die Wasserfälle deutlich besser und spektakulärer aus!
Nachdem wir die (langweiligen) Niagara Fälle angeschaut hatten machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Unsere Suche wurde sehr erleichtert, da es in fast jeder noch so kleinen Stadt bzw Örtchen ein Info-Center gibt, bei dem man alle Unterlagen finden kann die man benötigt, wie z.B. wo Campingplätze sind. Dort wurden uns 3 Plätze empfohlen, was uns die Entscheidung sehr abnahm, auf welchem wir die Nacht verbringen wollten: Nämlich auf dem Billigsten. Dort angekommen stellten wir fest, dass zu dieser Jahreszeit nicht wirklich viele Camper mehr unterwegs sind, da wir fast die Einzigen dort waren. Uns war es aber egal und wir fuhren in das nächste Örtchen um einzukaufen.
Am nächsten Morgen machten wir uns Richtung Norden auf. Unser Ziel war ein See namens „Conestogo“ natürlich inklusive Campingplatz. Ganz zufällig waren wir hier sogar die Einzigen, die dort Campen wollten. Auch diesen Campingplatz verließen wir sehr gerne wieder und hofften noch etwas nördlicher auf ein paar Camper, bei den Sauble Falls, zu stoßen. Wir staunten nicht schlecht als wir am Sauble Beach standen. Dort konnte man mit dem Auto direkt an den Strand fahren. Dies nutzen wir sofort aus ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Wo kann man denn sonst noch auf den Strand fahren? Bei unserem Ziel, den Sauble Falls angekommen, wurden wir positiv vom Campingplatz und den Leuten die dort arbeiteten überrascht. So nette und zuvorkommende Menschen findet man nicht alle Tage. Und wir waren dort nicht die einzigen Camper.
Abends machten wir uns auf zu den Sauble Falls, aber es war anders als wir es erwartet hätten. Anstatt eines Wasserfalls der Größe Niagara Fälle, erwartete uns ein kleines Flüsschen mit ein paar wenigen Wasserfällen. Max Fallhöhe waren 60cm. Aber es war trotzdem sehr nett, sich auch mal so etwas anzuschauen.
Nach angenehmer Nacht machten wir uns auf Richtung Tobermory, ein kleines aber sehr nettes Fischerdörfchen am Ende des Zipfels. Dort bekamen wir den Tipp, den Bruce Peninsula National Park anzuschauen, was wir auch schließlich taten. Da wir auch Wanderschuhe im Gepäck haben, war nun die Zeit gekommen, sie auch mal zu Testen. Darum wählten wir den schwierigsten aller Wege, der mit vielen Steinen übersäht war. Es gab sehr viel zu sehen, als wir schließlich die Grotte und den Aussichtspunkt erreicht hatten. Angekündigt wurde auch am Anfang, dass es Bären und Schlangen geben könnte, gesehen haben wir leider keins von Beidem. War auch besser so, denn Steffi wäre bei der ersten Schlange keinen Meter mehr gelaufen und Matze hätte sie dann tragen dürfen oder Steffi wäre in Ohnmacht gefallen. Zum Glück ist nichts davon passiert. Nach 2-3h Wanderung blieben uns sehr schöne Erinnerungen und auch ein paar Bilder.
Übernachtet haben wir auf einem kleinen Campingplatz mit Bärenwarnung, zumindest wenn man das Essen draußen vergisst. Und nicht zu glauben, dieser Campingplatz hatte sogar Internet Zugang den wir natürlich ausnutzen. Nur leider muss man sagen, ist es an der Küste sehr Windig! Daher konnte man nachts nicht unbedingt gut schlafen.
Der Tag war nun endlich da und schon hatten wir etwas zu feiern. Die liebe Steffi wurde doch tatsächlich 1 Jahr älter, was aber nicht heißen muss dass sie nun mit 22 schon zum alten Eisen gehört. Leider konnte Matze leider nicht das bieten, wie er es in Deutschland gemacht hätte. Darum gingen wir erst mal Wäsche waschen, was dringend notwendig war. Nach getaner Arbeit ging es frühstücken. Es gab die gewünschten Donuts und noch eine Schokimilch. Nach wunderbarem Frühstück ging es auf nach Owen Sound…………….

Dienstag, 15. September 2009

Unser Partybus

Schon am zweiten Tag hier in Toronto haben wir uns entschlossen auf Autosuche zu gehen. Auf craigslist.ca haben wir dann fast auf Anhieb ein super Auto gefunden. Wir setzten uns mit dem Verkäufer in Verbindung und schauten uns das Auto gleich am nächsten Tag an.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Wir waren begeistert und verabredeten uns mit dem Verkäufer um das Autos auf uns umzumelden und es auch gleich zu versichern, da seine Englischkenntnisse doch etwas besser waren als unsere. Bis zu diesem Zeitpunkt lief alles super. Doch auf der Ummeldestelle wurde uns mitgeteilt, wir müssten einen „Safety check“ machen lassen (so was Ähnliches wie der TÜV). Ohne bedenken gingen wir gegenüber zur Werkstatt und ließen es durchchecken. Natürlich wurde uns mitgeteilt dass ein paar Dinge repariert werden müssen. Nur wenn man bei so einer Werkstatt die Worte hört „It’s difficult“, sollte man in Zukunft die Finger davon lassen! Das heißt auf Deutsch dann so etwas wie „Ach du Scheiße da muss einiges gemacht werden“! Also wird es teuer! Soweit so gut. Da es in Kanada nicht eine Werkstatt gibt die alles kann, sondern verschiedene, die auch nur bestimmte Bereiche reparieren, musste es somit zu mehreren Werkstätten. So kam es, dass wir 2 Tage lang von einer Werkstatt zur nächsten gegangen sind. Als wir unser Auto am 2 Tag vorzeigten und wir eigentlich erwartet hätten, dass wir nun endlich das Auto ummelden können, wurde uns mitgeteilt, dass unser Auto durch die Abgasuntersuchung gefallen ist. Das bedeutete, unser Verkäufer darf dieses Auto nicht verkaufen, aber weiterhin selber mit ihm fahren. Was dabei sehr unverständlich ist, ist das der Besitzer mit dem Auto fahren nur nicht verkaufen darf. Dazu kann man nur sagen: ,,Typisch Ontario’’. Da unser Verkäufer am nächsten Tag wieder zurück nach Deutschland flog und wir ein Auto brauchten, entschlossen wir das ganze reparieren zu lassen. Unglaublich aber am Freitag hatten wir nun endlich alle erforderlichen Unterlagen um das Auto auf uns umzumelden und weiter Schritte wie Versicherung und Nummernschilder anzugreifen. Voller Freude ging es auf zur Ummeldestelle und nun endlich können wir uns Besitzer eines Ford Aerostar J nennen! Zum Schluss ging es jetzt nur noch zur Versicherung. Zu früh Gefreut, da, ob ihr es glaubt oder nicht, die Versicherungen ohne Führerschein aus „Ontario“ keine Autos versichern. So gingen wir wieder zur Ummeldestelle um uns einen Führerschein für Ontario ausstellen zu lassen. Wenn schon fast alles schief lief warum sollte es den nun klappen??? Und natürlich haben wir das Pech, da die Führerscheinstellen in ganz Ontario gerade Streiken und niemand weiß, wann dieser zu Ende ist. Nun haben wir ein Auto, keine Versicherung und zusätzlich kein Hostel, da wir heute auschecken mussten. Daher suchten wir uns einen schnuckeligen Parkplatz auf dem wir übernachten konnten. Auf der Fahrt dorthin, musste ja wieder was schief gehen. Wir hatten einen Sound wie eine Harley Davidson, aber leider im Auto! Nach einer frischen Nacht fuhren wir zur nächsten Werkstatt. Tatsächlich sollten wir auch mal ein wenig Glück haben. Alles was fehlte war ein kleines Teil, welches innerhalb von 10 Minuten eingebaut war. Endlich Ruhe im Wagen ging es auf in Richtung Niagara Fälle.

Sonntag, 6. September 2009

Heil angekommen und gut eingelebt

Nach 9 ätzenden und auch langweiligen Flugstunden inklusive 1x umsteigen, haben wir unser Ziel "TORONTO" in Kanada erreicht. Erstaulicherweise war es kein großes Problem sich auch auf größeren Flughäfen zurecht zu finden. Nachdem wir im Flugzeug unsern Immigrantenschein ausgefüllt hatten, wollten die am Zoll doch tatsächlich mehr wissen als jene im Immigrationscenter. Ja nun sind wir auch mal Ausländer. Irgendwie lustig aber auch ein klein wenig komisch. Es gibt auf jeden Fall schönere Einträge in einem Reisepass. Und dann durften wir uns auch noch anhören, dass in meinem (Matze) Reisepass nun 2 Stempel drin sind obwohl ich nur einen erhalten dürfte. Die spinnen doch die Kanadier :-P

Das Gepäck auf dem Rücken machten wir uns auf eine Fahrgelegenheit zu suchen. Glücklicherweise war das in 5 min geschehen und schon saßen wir im Bus Richtung " Downtown". Der Bus war sehr bequem was man von der Fahrt nicht unbedingt behaupten konnte. Die fahren sogar schlimmer als Italiener! Und das soll was heißen. Dank nettem Busfahrer wurden wir fast direkt vor unserer Unterkunft abgesetzt. Dort bekamen wir unser Zimmer. Als wir es gefunden hatten mussten wir feststellen dass es nicht mehr war als 2 Betten im Stockbettformat, Mülleimer und 1 Spiegel. Nicht zuvergessen von einem Kleiderbügel und Kleiderhacken. Toiletten und Dusche befinden sich ganz in der Nähe.

Nun mussten wir etwas für unseren leeren, halb verhungernden Magen finden. Die suche gestalltete sich etwas schwerer als gedacht da wir keine Ahnung hatten wo überhaupt der nächste Imbiss war. Nach ein paar Minuten der Suche fanden wir wie erwartet ein "Fastfood Imbiss" der unsern Magen füllte. Mit vollem Magen ging es nun ins Bett, erschlagen von den ganzen Strapazen des Tages, nur mit dem Einschlafen tat ich (steffi) mir etwas schwer, ganz im Gegenteil von matze. Nur war dieser Schlaf nicht wirklich erholsam, da wir gefühlte Saunatemperaturen in unserm Zimmer hatten und zusätzlich vor unserem Haus eine Menschenmenge war, die nichts anderes im Sinn hatte, mit ihrer Party uns nicht schlafen zu lassen. Immer diese Jugendlichen :-).

Nach morgendlicher Erfrischungsdusche ging es zum Frühstücken, wenn wir auch noch nicht wussten wohin. Aber dank nettem Kanadier hatten wir mehrere Anlaufstellen zur Auswahl. Gestärkt machten wir uns auf Richtung "Service Canada Centres", was sich aber als Zeitverlust rausstellte, da auch wie in Deutschland die Sesselpupser nur unter der Woche arbeiten. Nun war aber dann endlich mal shoppen angesagt. Die Auswahl lässt aber echt bei ca 350 Läden zu wünschen übrig :-D. Nach 1,5h besichtigungstour ohne auch nur 1 Kleidungstück anprobiert zu haben, machten wir uns auf auch andere Teile Torontos unsicher zu machen. Wir kamen aber nicht weit und schon standen wir im nächsten Einkaufszentrum. So verging der Tag und der Abend rückte Näher.

Nach einer kurzen Wanderung zum CN Tower war es dann Steffí nicht mehr so ganz wohl an dem Gedanken, diesen Trum von oben zu besichtigen. So ging es wieder zurück zur Unterkunft auch wenn ich weiß, dass Steffi die
Hose randvoll hatte :-D. Nun gehen wir noch mit ein paar anderen Travellern in einen Pub was trinken.

We be back soon................................

Dienstag, 1. September 2009

Abschiedsfeier und Anspannung


Nach einer gelungenen Abschiedsfeier bei Fam Pfleghaar inklusive Verwandten sind es nur noch 3 Tage bis es losgeht. So langsam kommt auch die Aufregung und Anspannung dass ja nichts schief geht. Aber umso mehr freuen wir uns auf den Trip und sind schon fleißig am Packen.
Hoffen wir mal dass die 20kg auch reichen^^.